Mit dem Server-Eye-Update vom 11.07.2016 wurde der Sensor für die Exchange Gesundheit um die Überwachung der einzelnen Komponenten von Exchange erweitert. Exchange enthält seit der Version 2013 die Möglichkeit, einzelne Komponenten zu deaktivieren. Um zu prüfen, ob alle Komponenten von Exchange aktiv sind wird eine Prüfung vorgenommen. Um die Meldungen über deaktivierte Komponenten abzuschalten kann diese Funktion ganz einfach in den Sensoreinstellungen deaktiviert werden. Aktivieren Sie hier einfach die Einstellung "ignoriere Service-Komponenten Status".


Was sind Komponenten? 

Mit Exchange 2013 wurde das Konzept des Server Komponenten Status von Microsoft eingeführt. Dieser Status ermöglicht genauste Kontrolle über die einzelnen Komponenten. Dies ist beispielsweise dann wichtig, wenn Wartungen an der Datenbank oder kumulative Updates, sogenannte CUs, durchgeführt werden sollen, auf die Funktionalität des Exchange Servers ansich aber nicht verzichtet werden kann. Ohne den Komponentenstatus wäre es nötig, den Server unter Umständen komplett neu zu starten. Dies soll durch die Komponenten vermieden werden.


Technischer Hintergrund

In Exchange 2013 wurde von Microsoft das Konzept der Server Komponenten Statuswerte eingeführt. Hierdurch ist es möglich, einen Server äußerst genau zu kontrollieren. Das ist vor Allem dann nützlich, wenn Komponenten des Servers zeitweise aus Wartungsgründen deaktiviert werden. Als Beispiel wird im Folgenden die ServerID server01 genommen - bitte setzen Sie hier Ihren eigenen Server ein.   

Welche Komponenten auf einem Server vorhanden sind können Sie sich mit Hilfe des cmdlets

Get-ServerComponentState -Identity server01


ansehen. Hierbei werden auch die Statuswerte der einzelnen Komponenten angegeben. Hierbei gibt es im Grunde nur zwei Statuswerte: Aktiv und Inaktiv (ein dritter Status "Draining" ist nur relevant, sofern es sich um die Komponenten "FrontendTransport" oder "HubTransport" handelt)

Um nun den Zustand einer Komponente zu verändern wird noch ein sogenannter "Requester" benötigt. Nur mit diesem ist es möglich, den Status zu ändern. Im Grunde gibt es nur 5 verschiedene Requester:

  • HealthAPI 
  • Maintenance 
  • Sidelined 
  • Functional 
  • Deployment 

Um nun den Requester für eine Komponente herauszufinden nutzen Sie ebenfalls die PowerShell. An diesem Beispiel wird versucht, den Requester der Komponente MapiProxy herauszufinden:

Get-ServerComponentState -Identity server01 -Component MapiProxy


Sobald nun der Requester bekannt ist kann der Zustand einer Komponenten geändert werden. Wenn nun beispielsweise der Requester "HealthAPI" den Zustand der Komponente "MapiProxy" des Servers "server01" auf "Active" setzen soll, geben Sie folgendes ein:


Set-ServerComponentState -identity server01 -component MapiProxy -Requester HealthAPI -state Active


Schon sollte der Status aktiv sein.


Server-Eye bietet optional die Möglichkeit, diese Komponenten zu überwachen. Diese Überwachung lässt sich allerdings auch komplett deaktivieren. 

Beachten Sie bitte: Die Überwachung der Komponenten wird dann komplett deaktiviert, Sie erhalten also keine Alarmierung, wenn sich eine Komponenten von selbst deaktiviert. 


Weiterführende Informationen:

Einige Informationen in diesem Artikel stammen von hier: 

Eine Dokumentation zu den beiden Befehlen Get-ServerComponentState und Set-ServerComponentState

Im folgenden Microsoft Knowledge Base Artikel können Sie nachlesen, wie Sie das grundlegende Problem, die Abweichung von UPN-Suffix und Standard-Domäne, beheben, da sich sonst die Komponenten immer wieder deaktivieren: